Über das Projekt

Feldfrische, unbehandelte und vor allem leckere Lebensmittel von der Ottensteiner Hochebene

Motivation

Ganzjährig Tomaten, die am Besten noch in einer Nährlösung statt in Erde gewachsen sind, machen sich gut im Supermarkt. Aber schmecken sie auch wirklich? Und wie sieht es mit den Nährstoffen aus? Mineralienverarmt und vitaminlos stärken sie nicht das Immunsystem, oder? Und das ist nicht nur in der Coronavirus-Zeit wichtig.

Lebensmittel sollen nahrhaft und lecker sein und uns Energie und Substanz für unser Leben geben. Doch heute sind Pflanzen häufig auf Leistung und Ertrag gezüchtet. Sie wachsen in einer Landwirtschaft, die chemische Dünger und Spritzmittel zur Schädlings- und Unkrautbekämpfung einsetzen. Immer größere und spezialisiertere Betriebe entwickeln sich aufgrund der Marktgegebenheiten. Ihre Spezialisierung zieht immer einfältiger werdende Landschaften nach sich. Maschinen sollen leistungsfähiger und effizienter werden und werden dabei immer größer, breiter und schwerer. Der Boden wird immer dichter und ärmer.

Wir möchten hingegen knackfrische, gesunde Lebensmittel, die nach Leben schmecken. Und genau dies bieten wir an. Außerdem möchten wir durch unsere einfache, aber vielfältige Landwirtschaft Lebensraum für heimische Tiere und Pflanzen sowie einen Erfahrungs-, Entwicklungs- und Bildungsraum für Menschen schaffen.

Eine Handvoll Erde
Hühner

Mitmachen und jede Woche frisches und gesundes Gemüse & mehr genießen.

Der Verein Hof Dreyer e.V. ist eine Marktgärtnerei und ein Landwirtschafts-Betrieb auf Basis gemeinschaftsgetragener Landwirtschaft. Mehrere private Haushalte und andere Einrichtungen abonnieren einen Ernteanteil für ein ganzes Jahr und werden damit Mitglied im Verein – sie erhalten das ganze Jahr über frisches Gartengemüse, Salate, Kartoffeln und Getreide.

Wir bewirtschaften einen ca. 1.800m² großen Gemüsegarten und einen ein Hektar großen Acker auf der Ottensteiner Hochebene bei Bad Pyrmont. Wir bauen an, ernten und kümmern uns um die Organisation. Die Abonenten zahlen einen Jahresbeitrag und holen dafür ein Mal wöchentlich ihre Erntekiste im Dorf Baarsen (bei Bad Pyrmont) ab. Wer von weiter her kommt kann sich mit anderen Mitgliedern zusammenschließen und Fahrgemeinschaften bilden.

Neben dem Erntekisten-Abo bieten wir – freiwillige – Mitmachtage an einigen Samstagen, zu dem ihr über unseren Newsletter eingeladen werdet. Hier könnt ihr gemeinsam mit uns die Hände in die Erde stecken und tatkräftig mit anpacken. Je nach Saison steht immer wieder etwas anderes an. So wollen wir unseren Mitgliedern die Möglichkeit bieten, ihr eigenes Gemüse zu pflegen und aufwachsen zu sehen. Das schmeckt nachher nämlich noch viel besser!

Der Mitgliedsbeitrag beträgt in 2021 960€ pro Anteil und (Wirtschafts-)Jahr. Das Wirtschaftsjahr beginnt am 1.4. und endet am 31.3. des Folgejahres. Der Beitrag kann jährlich oder in monatlichen (80€) Raten gezahlt werden. Ein Anteil ist darauf ausgelegt, zwei Personen für eine Woche mit Gemüse zu versorgen, wenn täglich gekocht wird. Es können bei Bedarf auch halbe Ernteanteile für 600€ pro Anteil und Jahr (50€ monatlich) erworben werden.

Dafür gibt es wöchentlich im Normalfall einen Korb oder einen großen Stoffbeutel voll leckeres, regionales Gemüse, viele verschiedene Salatsorten und Kräuter. Im Winter, bei schlechten Wetterverhältnissen oder Schädlingsbefall kann es aber auch mal etwas weniger sein. Ab Herbst 2021 kommen Kartoffeln und hoffentlich Getreide dazu. Mit chemisch unbehandeltem Getreide haben wir noch keine Erfahrungen, deswegen muss sich erst zeigen, wie groß die Ernte ist.

In der Regel gibt es ein Mal pro Woche einen Abholtag. Im Winter, meist zwischen Weihnachten und März, wird die Abholung in Abhängigkeit von der Witterung zwei-, drei- oder vier-wöchentlich sein. Dieses wird immer über den Newsletter mitgeteilt. Karotten, Grünkohl, Rosenkohl, Feldsalat, Wirsing, Kartoffeln und Getreide wird es voraussichtlich auch noch dann geben.

 

Über uns

Wir, das sind Tine Schäfer und Jens Dreyer, haben uns in Italien bei einem Kolleg rund um menschliches, natürliches Leben kennengelernt. Gärtnern & Landwirtschaft und damit verbunden der Anbau und der Genuß leckerer Lebensmittel bedeutet für uns sinnvolles Tun für uns und die Region. Es ermöglicht uns viel zu lernen, einen gesunden Lebensstil zu führen, interessante Menschen kennenzulernen, Höhen und Tiefen zu erleben und dabei uns und anderen Freude zu bereiten.

Transparente, unbehandelte Landwirtschaft

Wir bauen chemisch unbehandelt an und wollen Transparenz schaffen. Deswegen geben wir Interessenten und Mitgliedern die Möglichkeit, den unbehandelten Lebensmittelanbau kennenzulernen und mitzuwirken oder uns zu besuchen. Freiwillig natürlich.

Im ökologischen Anbau ist der Boden das Kapital. Ist dieser locker und nährstoffreich, wachsen knackige und qualitativ hochwertige Lebensmittel fast wie von selbst. Erfahrungen aus dem Market Gardening, No Gig (kein Umgraben) und Orga Urkult / Elektrokultur fließen mit ein: Beete sind immer als Dauerbeete angelegt und werden nicht gepflügt. Stattdessen mulchen wir mit Kompost. Dies ermöglicht die ständige Belebung und Bedeckung des Bodens bei gleichzeitigem Nährstoffgewinn durch die Aktivität einer Vielzahl von Tieren im Boden und Kompost. Effiziente und erprobte Anbau- und Erntemethoden ermöglichen eine zuverlässige Ernte für unsere Mitglieder.

Wir verzichten auf Öko-Siegel und -Zertifizierungen und investieren die Zeit und das Geld lieber in die Qualität der angebauten Lebensmittel. Da Begriffe wie „Ökologisch“ oder „Bio“ durch diese Siegel geschützt sind, nennen wir unsere Lebensmittel „naturbelassen“.

Um den Boden aufzubauen verwenden wir in der ersten Saison Kompost von der Stadt Bad Pyrmont. Dieser hat eine sehr gute Qualität. Wir nutzen ihn auch schon seit einiger Zeit in unserem eigenen Gemüsegarten. Er ist aber nicht Bio-zertifiziert oder ähnliches. Weiterhin wurde der Kartoffel- und Getreideacker bisher konventionell bewirtschaft. Zukünftig werden wir außer Kompost – und das möglichst bald eigenen – aber nichts weiter zuführen. Vor Schädlingen u.ä. schützen wir unsere Kulturen mit Insektenschutznetzen, Vlies und dergleichen.

Hof Dreyer e.V.