Unser Weg zur SoLaWi

In unserem bisherigen (gemeinsamen) Leben sammelten Jens und ich jeweils einige Erfahrungen, die uns dahin brachten, nun tatsächlich selbst eine SoLaWi zu gründen: Welche SoLaWis wir auf unserem Weg kennenlernten, was Corona mit unserer Idee zu tun hat, auf welchem Stand wir mit unserer Idee sind und wie der YouTube-Videodreh für uns war, könnt ihr in diesem Artikel nachlesen. 

Zwei Köpfe - eine Idee

In meiner alten Heimat im Süden Deutschlands meldete ich mich vor 3 Jahren als Mitglied mitten unter der Saison in der Ravensburger SoLaWi an. Leider war es zu spät, um einen Ernteanteil zu beziehen, daher begnügte ich mich zunächst damit, Sitzungen beizuwohnen und einige der Leute kennen zu lernen. Die Idee gefiel mir gut, ging mir nicht mehr aus dem Kopf, aber aufgrund von Arbeitsplatz- und auch Wohnortwechsel ergab sich daraus nie mehr. 

Bei Jens war es ähnlich: Auch er besuchte versuchsweise die SoLaWi Dalborn, entschied sich allerdings aufgrund der Entfernung dagegen, dem Verein beizutreten. 

Während Jens sich im heimischen Garten mit Wühlmäusen, Topinambur und Mais umgab, ackerte ich in Norditalien Hügelbeete um. 

Nun ja – und dann kamen eine süd- und norddeutsche Idee zusammen und entschieden sich nach langem Überlegen, Kalkulieren, Diskutieren dazu, es selbst zu versuchen. 

Corona gibt uns den letzten Ruck

Nachdem das Thema Landwirtschaft mit Gemüseanbau und die Frage, wie wir beides mehr in unser Leben bringen können, uns jeweils seit Langem umtrieb, kam uns Corona “zu Hilfe”. Die Hamstereinkäufe begannen und wir fragten uns: “Was, wenn die Lebensmittelversorgung tatsächlich abgeschnitten werden sollte?” 

Spätestens jetzt war uns klar: Wenn wir uns zuverlässig und gesund mit Lebensmitteln versorgt wissen wollen, na, dann packen wir die Sache mal lieber selber an. Und so konkretisierte sich das Bild und der Schuh drückte so sehr, dass Jens sich ein Herz nahm und seinem Bruder, der den Hof Dreyer bewirtschaftet, unsere Überlegungen und Pläne schilderte. 

Wir zeigen Gesicht

Erst langsam, dann ganz schnell, kam der Stein ins Rollen:

Zunächst besorgten wir für eine Wiese im Nachbarort Großenberg einige Bäume und Sträucher, die die Grundlage für einen Waldgarten schaffen sollten. 

Ein Feld für Getreide- und Kartoffelanbau und eine Wiese für unser Gemüse wurden uns zugesagt, die von uns kontaktierte Ortsvorsteherin von Neersen hörte sich um, um sich um Fördermittel zu kümmern, das Umbruchrecht für die geplante Wiese wurde uns für unsere Pacht gewährt und kommendes Wochenende wird ein Kanitzkorb voll Bienen sein neues Zuhause auf dem Hofgelände finden. 

Mit Schmetterlingen im Bauch (Endlich schreiten wir zur Tat und gehen in die Richtung, unsere Träume zu verwirklichen!), Herzklopfen (Wir drehen jetzt also ein YouTube-Video?) und vollen Hosen (Wird unsere Idee überhaupt irgend jemanden interessieren?) schickten wir uns an, endgültig Nägel mit Köpfen zu machen und mit unserer Idee an die Öffentlichkeit zu gehen und siehe da: Zwei Tage nach Veröffentlichung unseres Videos flatterten nun tatsächlich schon die ersten Anmeldungen in unser E-Mail-Postfach! Wir sind selig. 

Momentan wird unser zukünftiges Gemüsebeet noch von hübschen schwarz-weißen Damen bewohnt. 

Im Frühjahr pflanzten wir hier Birnen-, Nuss-, Kirsch-, Zwetschgenbäume mit der Idee einen Waldgarten im Laufe der Zeit entstehen zu lassen. 

Das für uns gedachte Feld, auf dem ab nächstem Jahr Kartoffeln und Getreide wachsen soll. 

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